Posts mit dem Label Prophet (sall Allahu alayhi wa sallam) werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Prophet (sall Allahu alayhi wa sallam) werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 15. Mai 2013

Hadith: Niyyah (Absicht)

'Umar bin Al-Khattab, radiallahu 'anhu, berichtete: Der Gesandte Allahs, sallallahu 'aleihi wa sallam, sagte: „Wahrlich, die Taten sind
entsprechend den Absichten, und jedem Menschen steht das zu, was er beabsichtigt hat. Wer also seine Auswanderung um Allahs und Seines Gesandten willen unternimmt, dessen Auswanderung ist für Allah und Seinen Gesandten, und wer seine Auswanderung des irdischen Lebens willen unternimmt, es zu erlangen, oder wegen einer Frau, sie zu heiraten, dessen
Auswanderung ist für das, um dessentwegen er auswandert." [Al-Bukhari und Muslim]
Erläuterung
Hinsichtlich einiger Ahadith war der Grund für diesen Hadith, dass eine Person einen Heiratsantrag an eine Frau namens Umm Qais sandte, welchen sie ablehnte, mit der Aussage, dass er nach Al-Madina auswandern müsse um sie zu heiraten. Folglich tat er dies aus diesem bestimmten Grund und die beiden heirateten dort. Wegen diesem Ereignis wurde dieser Mann unter den Gefährten bekannt als Muhajir Umm Qais. Auf der Grundlage dieses Hadiths sind die 'Ulama` der einstimmigen Meinung, dass die tatsächliche Basis der Taten die Niyyah (Absicht) ist und jedem hinsichtlich der Niyyah vergolten wird. Es ist wahr, dass sich die Niyyah im Herzen einer Person befindet, d.h. dass man erst eine Absicht bilden muss für das, was man beabsichtigt zu tun und man sollte diese nicht verbal äußern. Tatsächlich ist letzteres eine Bid'ah (Neuerung in der Religion), weil kein Beweis in der Shari'ah gefunden wurde. Der Punkt, der offensichtlich wird aus diesem Hadith, ist, dass Ikhlas (Aufrichtigkeit) ein Muss ist für jede Tat. In anderen Worten, für jede
rechtschaffene Tat sollte man nur das Wohlgefallen Allahs ersuchen, anderenfalls wird es nicht von Allah akzeptiert.

Gütig sein zu den Eltern


`Abdullah Ibn Mas`ud, radiallahu 'anhu, berichtete: Ich fragte den Gesandten Allahs, sallallahu 'aleihi wa sallam: Welche Tat ist am besten? Da sagte er: Das Gebet zur rechten Zeit. Ich fragte weiter: Und welche Tat danach? Er erwiderte: Dann die Güte zu den Eltern! Ich fragte wieder: Und welche Tat danach? Er sagte: Der Kampf auf dem Wege Allahs. Da hörte ich damit auf, ihm weitere Fragen zu stellen, nur aus dem Grunde, dass ich ihn dadurch nicht anstrengen wollte. [Al-Bukhari und Muslim]
Erläuterung
Das Verrichten des Salat zur rechten Zeit bedeutet seine Verrichtung zum frühesten vorgeschriebenen Zeit oder zumindest während seiner festgesetzten Zeit. Man sollte weltlichen Angelegenheiten keinen Vorrang über diese geben. Salat und Jihad sind zwei der lobenswertesten Aufgaben eines Muslims. Wenn die gute Behandlung der Eltern zusammen mit Salat und jihad erwähnt wird, so erteilt dies dieser Vorschrift weitere Wichtigkeit.
Abu Huraira, radiallahu 'anhu, berichtete, dass ein Mann zum Gesandten Allahs, sallallahu 'aleihi wa sallam, kam und fragte: "Oh
Gesandter Allahs, wer von den Menschen ist am meisten zu guter Behandlung durch mich berechtigt und zu meiner guten Gefolgschaft?" Er antwortete: "Deine Mutter." Der Mann fragte: "Und wer nach ihr?" Er sagte: "Deine Mutter." Er fragte: "Und wer nach ihr?" Er antwortete: "Deine Mutter." Er fragte: "Und wer nach ihr?" Er sagte: "Dein Vater." [Al-Bukhari und Muslim]
Nach einer anderen Version fragte der Mann: "Oh Gesandter Allahs, wer hat am meisten Anspruch auf gute Behandlung und gute Gefolgschaft?" Er antwortete: "Deine Mutter, und dann deine Mutter, und dann deine Mutter, und dann dein Vater, und dann deine näheren Verwandten."
Erläuterung
Dieser Hadith teilt uns mit, dass die Rechte einer Mutter dreimal wichtiger sind, als die des Vaters, aus den folgenden Gründen:
1. Sie ist schwächer als der Vater.
2. Die folgenden drei Schwierigkeiten sind ausschließlich durch die
Mutter geboren, während der Vater diese nicht mit ihr teilt:
a) Sie trägt das Baby für neun Monate in ihrem Bauch,
b) Die Wehen, die sie erträgt.
c) Zwei Jahres Abschnitt des Säuglings, welcher ihren Schlaf in der
Nacht unterbricht und ihre Gesundheit beeinflusst. Sie muss ebenfalls
sehr vorsichtig mit ihrem Essen sein, für das Wohl des Babys.
Güte gegenüber den Jüngeren und Respekt gegenüber den Älteren
'Amr bin Shu'aib, radiallahu 'anhu, berichtete unter der Autorität seines Vaters, der von seinem Vater hörte, dass der Gesandte Allahs,
sallallahu 'aleihi wa sallam, sagte: "Er gehört nicht zu uns, der kein Mitgefühl gegenüber unseren Jüngeren zeigt und die Ehre auf Grund unserer Älteren nicht anerkennt." [At-Tirmidhi und Abu Dawud. At-Tirmidhi sagte er ist gut und authentisch. Eine andere Überlieferung sagt aus: "Das Recht unserer Älteren."]
Erläuterung
Die Worte hier "(Er) gehört nicht zu uns" bedeuten, dass er nicht dem Wege des Propheten, sallallahu 'aleihi wa sallam, folgt. Mitgefühl
gegenüber den Jüngeren zeigen bedeutet, ihnen gegenüber Güte und Großzügigkeit zu zeigen. Für das Selbe Prinzip ist es erforderlich für die Jüngeren, dass sie die Älteren, die Gelehrten und die Frommen akzeptieren.

Freitag, 10. Mai 2013

Abdullah Ibn Az-Zubair

Abdullah Ibn Az-Zubair
Sohn des Az-Zubair Ibn Al-‘Awwam, eines engen Freundes und Vetters des
Propheten Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm. Seine Mutter war Asma’
Bint Abi Bakr, die ältere Schwester von ‘A’ischa, Frau des Propheten Muhammad,
Allahs Segen und Friede auf ihm. Er war der erste muslimische Knabe, der in Al-
Madina nach der Hidschra geboren wurde.
Er nahm sowohl an allen Schlachten des jungen islamischen Staates als auch an
den großen Eroberungen teil, während derer Persien, Ägypten und Nordafrika
eingenommen wurden. In der Kamelschlacht kämpfte er an der Seite ‘A’ischas,
Allahs Wohlgefallen auf ihr. ‘Abdullah war ständig im Einsatz für den Kampf um
die Verteidigung des islamischen Staates und die Verbreitung des Glaubens.
Nach dem Tod des vierten Kalifen ‘Alyy Ibn Abi Talib zog sich ‘Abdullah nach
Makka zurück. ‘Abdullahs alte Mutter begrub ihren Sohn nach seinem Tod 692 in
der Nähe von Abu Bakrs Grab.

Regeln und Verhalten beim Dua

Bismillahi r-rahmani r-rahim
1. Hab keine Zweifel im Du’a und zweifle nicht an seiner Erhörung, d. h. es soll nicht
gesagt werden: „Verzeihe mir, wenn du willst.“, sondern: „Verzeihe mir!“ und sei sicher, dass dein Du’a erhört wird.
Du sollst Allah (t.) mit dem ganzen Herzen rufen und es sollen dich keine deiner Sünden
(egal, wie groß sie waren) daran hindern dein Du’a voller Demut zu tun, denn sogar das Du’a vom verfluchten Teufel direkt nach seiner Verfluchung wurde von Allah (t.) erhört (siehe Sura al-Hidschr 15:35-38): „Fluch soll auf dir (dem Teufel) sein bis zum Tag des Gerichts. Er sprach (der Teufel): `MeinHerr, so gewähre mir Aufschub bis zum Tage, an dem sie auferweckt werden.` Allah sprach: `Du bist unter denen, die Aufschub erlangen, bis zum Tage der bestimmten Zeit.`“
2. Wiederhole deine Du’a, mach es dem Propheten (s.a.s.) nach, denn wenn er Allah (t.)
um etwas gebeten hat, tat er das drei Mal. Wenn man für jemanden bittet, soll man mit sich selbst beginnen.
3. Du sollst nicht voreilig sein, d. h., du sollst nicht sagen: „Ich habe gebetet, aber mein
Gebet wurde nicht erhört.“
4. Wähle für dein Du’a die passenden Zeiten, wie den Tag von Arafat, Ramadhaan,
Laylatul Qadr, Freitag, Dämmerungszeiten und die Stunden im letzten Drittel jeder Nacht.
5. Wähle die passenden Situationen, wie im Kampf für Allah (t.), die Zeit, in welcher der
Regen fällt, Sujud im Gebet, nach den Pflichtgebeten und beim Fastenbrechen.
6. Wähle die richtige Stimme und vergiss nicht, mit wem du sprichst. Deine Stimme soll
zwischen normal reden und flüstern sein - nie laut. Denn du rufst Den Hörenden und
Sehenden! Deine Lage soll demütig bis gebrochen sein und du sollst deine Armut Allah (t.)
gegenüber ruhig zum Ausdruck bringen, denn wir sind die Armen und Er ist der Reiche.
7. Du sollst dein Du’a mit Lobpreisungen von Allah (t.), Dank und dem Rühmen Allahs
(t.) mittels seiner Eigenschaften und Namen sowie dem Segenswunsch für unseren Propheten (s.a.s.) eröffnen und ebenso sollst du es beenden. Danach sollst du mit deinen Händen über dein Gesicht streichen.
8. Achte darauf, dass dein Essen, dein Trinken, deine Kleidung und deine ganze Habe
aus Gutem/Erlaubtem halal finanziert worden ist. Hebe deine Hände mit den Innenflächen
zum Himmel und wirf deinen Blick auf den Platz deines Sujuds.
9. Du solltest in Richtung Qiblah gewendet sein. Wenn du dich mit bekannten Du´as aus
Qur´an und Sunnah begnügst, ist das gut. Wenn du freie eigene Du’a aus deinem Herzen
machst, so vermeide Du’a, die ihre Wurzel nicht in unserer Religion haben.
10. Du sollst immer das Höchste verlangen. Wenn du z. B. um das Paradies bittest, bitte
um al-Firdaus.
11. Mach dich von innen für dein Du’a rein; wenn du jemandem Unrecht getan hast, gib
ihm sein Recht zurück, wenn du eine Sünde begangen hast, so kehre dich zu Allah (t.) mit
einer Tauba. Wende dich Allah (t.) mit dem Herzen zu, damit du einer von denen wirst, von denen Allah (t.) in Surat al-Baqarah (2:186) sagt: „Sie sollen Mir antworten, damit ich ihnen antworte.“
12. Unser Prophet (s.a.s.) sagte: „Wer von den Muslimen dieser Welt Allah (t.) um etwas
bittet, dessen Gebet wird Allah (t.) erhören oder Ungutes von ihm abwenden, es sei denn, er bittet um etwas, was nicht mit dem Islam vereinbar ist oder seinen Verwandten schaden würde.“
13. Vergiss nicht deine Brüder und Schwestern in dein Du’a mit einzubeziehen.
Allgemein
- alle Handlungen beginnen mit „Bismi-Llah ar-Rahman ar-Rahiem“
- begonnen wird Reines, Gutes (Ankleiden, Betreten des Hauses,…) mit rechts, anderes
mit links (Entkleiden, Verlassen des Hauses,…)→ Bukhari
Nach jedem Du’a
An jedes Bittgebet schließt sich der Segenswunsch für unseren Propheten Muhammad (s.a.s.) an – die so genannte „Ibrahimia“:
„Allahumma salli ´ala Muhammadin wa ´ala aali Muhammad,
(Allah, schenke Muhammad Heil und der Familie Muhammads,)
kama salaita ´ala Ibrahim wa ´ala aali Ibrahim.
(so wie Du auch Ibrahim Heil geschenkt hast und der Familie Ibrahims.)
Wa barik ´ala Muhammad wa ´ala aali Muhammad,
(Und segne Muhammad und die Familie Muhammads,)
kama barakta ´ala Ibrahim wa ´ala aali Ibrahim, fil ´alamin
(so wie Du auch Ibrahim gesegnet hast und die Familie Ibrahims, in allen Welten,)
Innaka hamidu-m-majiyd
(Du bist der zu Preisende, der Rühmenswerte.)

Sunnah beim Anziehen der Schuhe

Der Prophet, Allahs Gnade und Frieden seien mit ihm, hat gesagt: “Wenn ihr eure
Schuhe anzieht, dann fangt mit dem rechten Schuh an, und wenn ihr sie
auszieht, fangt mit dem linken Fuß an. Zieht entweder beide Schuhe an
oder geht ohne Schuhe.” (bei Muslim überliefert)

Sunnan beim Wudu

1. Die Worte “Bismillahi-r-Rahmani-r-Rahim” (dt.: im Namen Allahs,
des Allerbarmers, des Barmherzigen).
2. Das dreimalige Waschen beider Hände am Anfang der kleinen rituellen
Waschung.
3. Das Ausspülen des Mundes und das Einziehen von Wasser in die Nase,
bevor man sein Gesicht wäscht.
4. Das Auspusten des in die Nase eingezogenen Wassers, wegen des
folgenden Hadiths: “... Da wusch er seine Hände dreimal, dann spülte er
seinen Mund aus, zog Wasser in seine Nase ein und blies es wieder aus,
dann wusch er sein Gesicht dreimal...” (Über diesen Hadith gibt es einen
Konsens.)
5. Dass man es beim Ausspülen des Mundes und beim Einziehen von
Wasser in die Nase übertreibt, wenn man nicht gerade fastet, wegen des
folgenden Hadith: “ ... und übertreibe es beim Einziehen von Wasser in
die Nase, ausser wenn du gerade fastest...” (von den Vieren überliefert)
- Das Übertreiben beim Ausspülen des Mundes bedeutet, dass man das
Wasser ausgiebig durch den ganzen Mund gehen lässt.
- Das Übertreiben beim Einziehen von Wasser in die Nase bedeutet, dass
man das Wasser bis in die Tiefen der Nase einzieht.
6. Dass man sich mit derselben Handvoll Wasser den Mund spült und
Wasser in die Nase einzieht, ohne abzusetzen. “Dann gab er seine Hand
hinein (ins Wassergefäß), spülte sich den Mund und zog Wasser in seine
Nase ein, aus einer Handvoll Wasser.” (Über diesen Hadith gibt es einen
Konsens)
7. Das Zahnputzstäbchen Siuaak: Es wird beim Ausspülen des Mundes
gebraucht, wegen des folgenden Hadithes: “Wenn es nicht zuviel für die Moslems wäre, würde ich es ihnen befehlen, vor jedem Gebet das Zahnputzstäbchen zu gebrauchen.” (von Ahmad und Al Nasaa`iyy überliefert)
8. Durch stark behaarte Bärte mit den nassen Fingern zu gehen, wenn man sich das Gesicht wäscht. (Er, Allahs Gnade und Frieden seien mit ihm, fuhr mit seinen Fingern durch seinen Bart, wenn er die kleine rituelle Waschung durchführte) (von  Tirmidhi überliefert.)                                                                                                                             9. Wie man sich den Kopf abwischt:                                                                                                  
- Man fängt mit der nassen Hand vorne an und geht bis zum Nacken und dann wieder zurück nach oben. Was das Pflichtwischen des Kopfes betrifft, so reicht es, wenn man irgendetwas vom Kopf abwischt, und man kann es auch auf irgendeine Weise machen.      10. mit Wasser zwischen die Finger und Zehen zu greifen, wegen des folgenden Hadiths: “Nimm die kleine Waschung gut vor und fahre durch die Finger und Zehen.” (von den Vieren überliefert)                                                                                                                           
 11. Was die Hände und Füße betrifft, so sollte man mit der Rechten Seite beginnen, wegen des folgenden Hadiths: “Der Gesandte, Allahs Gnade und Frieden seien mit ihm, liebte es, beim Anziehen der Schuhe, ... und beim rituellen Waschen.” (über diesen Hadith besteht ein Konsens.)                                                                                                                                     12. Dass man das Gesicht, die Arme und die Füße bis zu dreimal, statt einem Mal wäscht.         
13. Die Aussprache der Bezeugung (Schahaadatain), nachdem man mit der kleinen Waschung fertig ist, indem man Folgendes sagt: “Ich bezeuge, dass nur Allah anbetungswürdig ist, allein, ohne Gleichen, und dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.” Das Ergebnis ist, dass einem die acht Türen des Paradieses geöffnet werden und man kann durch die gehen, durch die man will.” (von Muslim überliefert)     
14. Dass man die kleine Waschung zu Hause vor-nimmt. Er, Allahs Gnade und Frieden seien mit ihm, sagte: “Wer die Waschung zu Hause vornimmt und dann zu einem der Häuser Allahs geht, um eine Pflicht Allahs zu verrichten, dem wird mit jedem Schritt eine Sünde vergeben und er steigt mit jedem nächsten eine Stufe höher.” (von Muslim überliefert)                                                                                                                                                       15. Das Streichen: Dass man mit der Hand über das Körperglied streicht, egal ob direkt bei der Waschung mit dem Wasser oder gleich nach dem Waschen des Körpergliedes.                        
16. Sparsam mit Wasser umgehen: “Der Gesandte, Allahs Gnade und Frieden seien mit ihm, nahm die kleine Waschung mit einer Handvoll Wasser vor.” (Über diesen Hadith besteht ein Konsens.)                                                                                                                       17. Die Verlängerung der Arme und Füße zu waschen, weil Abu Hurairah die kleine Waschung vornahm und beim Waschen der Arme über sie hinweg bis zu den Oberarmen ging und beim Waschen der Füße über sie hinweg bis zu den Unterschenkeln ging. Dann sagte er: "Ich habe gesehen, dass der Gesandte Allahs, Allahs Gnade und Frieden seien mit ihm, so die kleine Waschung vorgenommen hat.” (von Muslim überliefert)                          
 18. Das Beten von zwei Gebetseinheiten nach der kleinen Waschung. Der Gesandte Allahs, Allahs Gnade und Frieden seien mit ihm, sagte: “Wer so wie ich die kleine rituelle Waschung vornimmt und dann zwei Gebetseinheiten verrichtet, in denen er über nichts anderes nachdenkt als über das, was zum Beten gehört, dem werden seine bisherigen Sünden vergeben.” (von Al Bukhary und Muslim überliefert. Bei Muslim im Hadith von `Uqbah Ibn `Aamer heißt es: “ ..., der kommt unbedingt ins Paradies.”                                
19. Die kleine Waschung gut durchführen: dass man alle Körpterteile gut wäscht.                      
- Der Muslim nimmt die kleine rituelle Waschung pro Tag und Nacht mehrmals vor, manchmal fünfmal, manchmal mehr, wenn man das Qiyaamgebet vornimmt. Wie oft man diese Sunnahs ausführt, hängt davon ab, wie oft man die kleine Waschung vornimmt. So erhält man großen Lohn. Das Ergebnis, wenn man diese Sunnahs bei der kleinen Waschung   vornimmt: Man gehört dann zu denen, die mit der folgenden Aussage des Gesandten, Allahs Gnade und Frieden sein mit ihm, gemeint sind: “Wer die kleine Waschung vornimmt und sie gut verrichtet, dessen Fehler gehen aus seinem Körper, bis aus den Finger- und Fußnägeln.” (von Muslim überliefert)

Sunna beim Aufwachen

1. Das Wegwischen der Spuren des Schlafes, denn Al Nauauiyy und Ibn
Hadschar erwähnten betrefflich einer Überlieferung des Propheten, Allahs
Gnade und Frieden seien mit ihm, dass es erwünscht ist. In dieser
Überlieferung heisst es nämlich: “Da wachte der Gesandte Allahs auf,
Allahs Gnade und Frieden seien mit ihm, saß da und wischte sich den
Schlaf mit seiner Hand aus seinem Gesicht.”  (überliefert bei Muslim)
2. Man sagt das folgende Gebet: “Dank sei Allah, der uns erwachen ließ,
nachdem Er uns im Schlaf das Leben genommen hatte (der Schlaf ist der
kleine Tod) und dem die Wiederauferstehung am Jüngsten Tag gehört.”
(überliefert bei Bukhary)
3. Das Zahnputzstäbchen Siwaak: “Wenn er, Allahs Gnade und Frieden
seien mit ihm, nachts aufwachte, bewegte er das Zahnputzstäbchen in
seinem Munde fort.” (Über diese Überlieferung besteht ein Konsens.)
Der Grund dafür ist,
1. dass es eine Eingenschaft des Zahnputzstäbchens ist, uns wach und
fleißig zu machen.
2. es nimmt den Geruch im Mund.

Brich das Fasten mit Datteln


bismillahi r-rahmani r-rahim


Uns wird empfohlen, unser Fasten mit Datteln zu brechen, so wie es der Prophet Muhammad (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) zu tun pflegte:

„Brecht euer Fasten mit Datteln, da es reinigend ist.“ (Berichtet von Ahmad)

In einem anderen Hadith sagte er:

„Die Dattel von einem hohen [Zweig] ist ein Heilmittel.“ (Berichtet von Muslim und Ahmad)

Schauen wir uns die Eigenschaften und Nutzen der Dattel an.

Die Dattelpalme, Phoenix dactylifera L., ist einer der ältesten Obstbäume der Welt und ist als „Baum des Lebens“ bekannt. Die Anzahl der Dattelpalmen beträgt ungefähr 105 Millionen weltweit, ein Gebiet von 800.000 Hektar bedeckend, von denen sich 62 Millionen Palmen in der arabischen Welt befinden. Der Ursprungsort der Dattelpalme ist unklar. Manche behaupten, dass die Dattelpalme zuerst in Babel/Irak entstand, während andere glauben, dass sie in Darin oder Hoff, Saudi-Arabien oder Harqan, einer Insel im arabischen Golf in Bahrain, entstanden ist.

Die Dattelpalme ist eine perennierende Pflanze und zeichnet sich durch ihr langsames Wachstum aus. Es gibt männliche und weibliche Bäume. Die weiblichen beginnen normalerweise innerhalb von durchschnittlich fünf Jahren ab der Zeit der Pflanzung mit dem Tragen von Datteln. Die Dattelpalme kann ungefähr 150 Jahre alt werden.

Die Dattelpalme ist überall im Mittleren Osten, Nord-Afrika und Süd-Sahel, in Gebieten Ost- und Süd-Afrikas, Zentral- und Südamerikas und sogar im Südlichen Europa (Spanien und Italien) verbreitet.

Wirtschaftlich gesehen sind der Mittlere Osten und Nordafrika die bedeutendsten Dattelpalmen-Anbaugebiete der Welt.

Dattelpalmen sind ein wesentlicher Bestandteil  landwirtschaftlicher Betriebssysteme in trockenen und halbtrockenen Gebieten und können ebenso gut auf kommerziellen Plantagen wie auch auf kleineren Bauernhofbetrieben oder größeren Anbaugebieten angepflanzt werden. Die großen Vorteile der Palme sind ihre Widerstandsfähigkeit, ihr geringes Wasserbedürfnis, ihre langfristige Ertragsfähigkeit und ihre Allzweck-Eigenschaften.

Die Frucht der Dattelpalme ist köstlich und süß. Zusätzlich dazu, dass sie eine wertvolle Dessertfrucht produziert, können ebenso wertvolle Nebenprodukte wie Baumaterialien und vielseitige Anfängermaterialien für Handarbeiten aus ihren Blättern und Stämmen hergestellt werden. Die Dattelpalme ist eines der grundlegenden Elemente der Pflanzenwelt der Region und liefert jährlich 1,4 Millionen Tonnen DPLM (Dattelpalmenblätter).

Die Dattelpalme leistet außerdem einen wertvollen Beitrag zur Schaffung gleichmäßiger Mikroklimas innerhalb des Ökosystems der Oase und ermöglicht so, eine landwirtschaftliche Entwicklung in vielen von Dürre und stark salzhaltigem Boden betroffenen Gebieten aufrecht zu erhalten.

Nährstoffgehalt der Datteln:

Der Nährstoffgehalt der relativ leicht zu lagernden Frucht ist reich an Zucker – der bis zu 70% der Frucht ausmacht (in den meisten Sorten besteht der Zuckerteil aus Traubenzucker und Fruchtzucker). Datteln sind außerdem gute Quellen für Eisen, Kalium (150 mg in 100 g), Magnesium (wichtig für den Gebrauch willkürlicher Muskeln), Schwefel, Kupfer, Kalzium und Phosphor (wichtig zum Aufbau von Muskeln und Hirngewebe) und ebenso verschiedener Vitamine, einschließlich Thiamin (Vitamin B1), Riboflavin (Vitamin B2), Biotin (Vitamin B7 bzw. Vitamin H), Folsäure und Ascorbinsäure. Der Wassergehalt liegt bei 13,8 % und der Proteingehalt bei etwa 3 %.

Ein Kilogramm Datteln führt dem Körper kurz nach dem Verzehr 3470 Kalorien zu. Diese Energie wird deinen Appetit stillen, was gerade während des Fastenbrechens sehr wichtig ist.

Diese gehaltreiche Frucht spielt eine wichtige Rolle in der Ernährung der menschlichen Bevölkerung in den oben erwähnten Gebieten. Ihre zusätzliche Verwendung als Ergänzungsfutter für das Vieh macht die Dattelpalme noch wertvoller. Die aus den Früchten erzeugten Folgeprodukte sind Sirup, Marmelade, Eiscreme, Babynahrung, alkoholische Getränke und Limonaden. Kleine und mittelgroße Industrien können deshalb sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum auf lange Zeit erhalten werden. Dies spiegelt sich in seinem überall anerkannten Nachhaltigkeitswert nach gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten wider.

Eine laufende Studie an der Ain Shams Universität in Kairo hat die Möglichkeiten erforscht, aus den Mittelrippen der Dattelpalmenblätter, welche in Ägypten und der arabischen Welt im Überfluss vorhanden sind, Holz herzustellen.

Dattelpalmen (Nakhl) im Quran:

Nakhl wird häufig im Quran erwähnt – besonders, wenn die Wunder der Schöpfung Allahs und die Vergnügen, die für den Menschen erschaffen wurden, erwähnt werden.

„Er lässt euch damit Getreide wachsen, und Ölbäume, Palmen, Rebstöcke und von  allen Früchten. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Leute, die nachdenken.“ [An-Nahl 16:11]

Ebenso in der Geschichte von Maryam: Schmerzen trieben die gesegnete Mutter Jesu (Friede sei mit ihnen beiden) zum Stamm einer Dattelpalme. Ihr wurde angeordnet, von den frischen, reifen Datteln zu essen:

„Und schüttle zu dir den Palmenstamm, so lässt er frische, reife Datteln auf dich herabfallen.
So iss und trink und sei frohen Mutes.“ [Maryam 19:25-26]

Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge enthält die reife Dattel eine Substanz, die Gebärmutterkrämpfe verhindert und die Wehen – besonders während der Geburt – fördert. Diese Substanz ähnelt dem „Oxytocin“, das vom inneren Lappen der Hirnanhangsdrüse abgesondert wird, welches die Kontraktionen der Gebärmutter fördert.

Die beste Dattelpalmenart ist jene, die ohne jegliche künstlichen Chemikalien, Sprays, Räuchermittel oder Schwefel und ohne Bedampfung, Hydratisierung oder Verwendung von Konservierungsmitteln angebaut wird.

Kalifornien ist einer jener Orte, wo sie auf diese Art und Weise angebaut werden: 20,7 Meter unter dem Meeresspiegel in der 43-Grad-Hitze der Wüste Kaliforniens.

Verpasse kein Frühstück mit Datteln bei Anbruch des Sonnenaufgangs.


Quelle: Islamonline.net

Tasu´a und Aschura

بِسْمِ اللهِ الرَّحْمنِ الرَّحِيمِ


Besonders das Fasten von Aschura hat einen besonderen Wert, denn der Gesandte ALLAHs Salla ALLAHu aleihi wa salam, sagte: “ (…) Was das Fasten am Tag ´Aschura anbelangt, so erhoffe ich von ALLAH, dass es die Sünden des vergangegen Jahres tilgt.“ [Muslim]
Und lasst uns auch den Tag vor Aschura und zwar den 9. Muharram (Tasu´a) fasten, da der Gesandte ALLAHs, Salla ALLAHu aleihi wa salam, vor hatte diesen Tag zu fasten, bevor er starb.
Der Monat Muharram gehoert zu den vier von ALLAH bestimmten heiligen Monaten und in ihm befindet sich auch der Tag Aschura (10. Muharram). Der Prophet (salla ALLAHu 'aleihi wa sallam) sagte über das Fasten an diesem Tag: “ (…) Was das Fasten am Tag ´Aschura anbelangt, so erhoffe ich von ALLAH, dass es die Sünden des vergangegen Jahres tilgt.“ [Muslim] 
 
Die Juden fasteten diesen Tag zur Zeit des Propheten salla ALLAHu 'aleihi wa sallam  auch:
„Als der Prophet (sallaALLAHu ´aleihi wa sallam) in Medina ankam, sah er die Juden den Tag ´Aschura 
fasten. Daraufhin sagte er (sallaALLAHu ´aleihi wa sallam): `Was ist das für ein Tag, sodass Ihr ihn fastend 
verbringt?` Sie (die Juden) sagten: `Das ist ein großartiger Tag,  an dem ALLAH Musa (Friede auf ihm) 
und sein Volk errettete, und Pharao und sein Volk ertrinken ließ. So fastete Musa (Friede auf ihm) diesen Tag 
als Dank, sodass (auch) wir ihn fastend verbringen.` Er (sallaALLAHu ´aleihi wa sallam) sagte: `Wir haben 
ein größeres Anrecht auf Musa (Friede auf ihm) und stehen ihm näher, als Ihr (es tut).` Daraufhin fastete der 
Gesandte ALLAHs (sallaALLAHu ´aleihi wa sallam) ihn -diesen Tag ´Aschura- und ordnete das Fasten in ihm 
an.“
 (Muslim)
Unser Prophet salla ALLAHu 'aleihi wa sallam fastete diesen Tag auch und in dem Jahr, indem er  starb sagte er, dass wenn er das nächster Jahr erleben würde er auch den Tag Tasu3a also dem 9. Muharram fasten würde. Aber leider erlebte er diesen Tag nicht. Aufgrund dieser Tatsache, dass der Prophet salla ALLAHu 'aleihi wa sallam vorhatte diesen Tag ebenfalls zu fasten wird empfohlen auch den 9. Muharram zu fasten, damit wir uns auch von den Juden unterscheiden.

 
 

Aid al-adha

بِسْمِ اللهِ الرَّحْمنِ الرَّحِيمِ


Im Namen ALLAHs, des Allerbarmers, des Barmherzigen
 
 
'Id Al Adha 
 
 
           1) Id Al-AdHa (Opferschlachttag)
→ Wann: 10. Dhul Hidschaa + 3 Tage sind Ayam al-Tashriq (11., 12. und 13. des Monats Dhul Hidschaa)

- Ayam At-Tashriq: diese wurden so genannt, weil man früher nach dem Schlachten das Fleisch im Freien gelassen hat, damit es hart wird. 

- Der Gesandte ALLAHs (salla ALLAHu 'aleihi wa sallam) sagte: "Das sind die Tage des Essens und Trinkens und erlaubten Erholen."
Wichtig: es ist eine religiöse Handlung, d.h. es ist im Islam verankert mit Belegen aus dem Qur'an und der Sunna

 
2) Wie feiert man 'Id?
 
1) ALLAH gedenken für die Gaben, die wir von Ihm bekommen haben
→  Mitgefühl mit armen Menschen empfinden, die vielleicht nicht feiern können.
 deshalb
: an Al-AdHa: Schlachten und das Fleisch auch an arme Menschen verteilen. Man schenkt, behält und spendet einen Teil des Fleisches
 
 
2) ALLAH gedenken, indem wir das Gebet verrichten


 

'Id-Gebet und seine Sunnan
1) Das Festgebet: eine Pflichthandlung für Frauen und Männer

- Der Prophet Muhammad (salla ALLAHu 'aleihi wa sallam) hat immer das Festgebet verrichtet
- wenn das Festgebet auf einen Freitag fällt, dann ist das Freitagsgebet nicht mehr Pflicht. Dies zeigt, dass das Id Gebet eine Pflichthandlung ist, denn eine Sunna könnte niemals eine Pflichthandlung ersetzen.
- Der Prophet Muhammad 
(salla ALLAHu 'aleihi wa sallam) befahl auch Frauen zum 'Idgebet zu gehen, selbst wenn sie ihre Menstruation hatten. Sie beten nicht mit, sondern verweilen dann in einem anderen Bereich der Masjid, wenn die anderen Schwestern das Gebet verrichten.
Umm 'Atiyya berichtete: "Wir (Frauen) wurden am Tage des Festes aufgefordert, aus unseren Wohnungen herauszukommen. Dies erstreckte sich sowohl auf die Jungfrauen, die sogar ihre vertrauten Heime verließen, als auch auf menstruierende Frauen.* Sie alle hielten sich hinter den Leuten auf und sprachen mit ihnen gleichsam den Takbir und das Bittgebet und waren voller Zuversicht über den Segen und die Glückseligkeit des Festes."
 
(*Diese sind vorübergehend von der Verrichtung des Gebets befreit und dürfen sich nicht in der Moschee aufhalten. Dies war der Grund, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, das festgebet und die Festpredigt in der Regel nicht in der Moschee, sondern im Freien auf einem Wüstengelände vornahm) (Al Bukhari) 

 
2) Das Gebet nach Sonnenaufgang
-
  bei 'Id Al Adha:
schnell, sprich wenn die Sonne ein Speer hoch ist, etwa 30 min nach Sonnenaufgang, damit die Muslime Zeit haben zum Schlachten. Aber dies ist keine Pflicht. Man kann das Gebet auch später verrichten


 
4) Das Festgebet braucht keinen Adhan und keine Iqama

'Ata' Ibn 'Abbas und Dschabir Ibn 'Abdullah berichteten: "Sowohl am Festtag des Fastenbrechens ('Idu-l-fitr) als auch am Tage des Opferfestes ('Idu-l-adha), gab es gewöhnlich keinen Gebetsruf. " (Das Ausbleiben des Gebetsrufes bezieht sich nur auf das Festgebetund erstreckt sich nicht auf die übrigen Gebete im Laufe des Festtags) (Al Bukhari)

 
5) Der Imam benutzt keinen Mimbar zur Khutba
- Khutba nach dem Id-Gebet

 
6) Wie betet man Salatul Id?

→ 2 Rak'a
- Es gibt unterschiedliche Ansichten bezüglich des Sagens der Takbirat bei Gelehrten: manche sagen, dass es 12 sind, einige sagen mehr und wieder andere sagen, dass es weniger sind
- warum Takbirat? Weil es Sunna ist!
→ man sagt gemäß der Sunna: 
 
 → in der 1. Rak'a: 7x Takbir, dann lies man Surat Al-Fatiha und im Anschluss daran Surat Al-A'la oder Qaf 

→ in der 2. Rak'a: 5x Takbir (außer Takbiratul IHram, also zum Anfang des Gebets), wenn in der ersten Rak'a Sura Al-A'la gelesen wurde - dann liest man nun: Sura al-Ghashiya
wenn in der ersten Rak'a Sura Qaf gelesen wurde- dann rezitiert man: Sura Al-Qamar

 
- Das 'Id-Gebet ist speziell/besonders aufgrund der Takbirat!
7) Beim Id-Gebet: es werden keine Sunna-Gebete VOR Salatul Id verrichtet!!!

- Die Überlieferungen, die besagen, dass es vor Salatul Id Sunnagebete gibt sind da'if (schwach)

- wenn Salatul 'Id in der Moschee verrichtet wird: Dann betet man vor Salatul Id TaHiyatul Masjid (2 Rak'a zur Begrüßung der Moschee)
 
Ibn 'Abbas berichtete: "Der Prophet (salla ALLAHu 'aleihi wa sallam) ging hinaus am Festtag des Fastenbrechens ('Idu-l-fitr) und verrichtete (das Festgebet mit) zwei Rak'a. Davor und danach verrichtete er keine anderen Gebete, und bei ihm war Bilal." (Al Bukhari)

 
8) Nach Salatul Id gibt es kein Gebet (in Moschee oder wo man gebetet hat)!
- außer Sunna: Wenn man nach Hause geht, betet man 2 Rak'a für ALLAH (dies ist eine Sunna, die heutzutage sehr vernachlässigt wird)

 

 

  Es folgt eine kurze Zusammenfassung, die größtenteils von Sheikh Al-Munajjid übernommen wurde:

Adaab Al-Id

1-      Ghusl (ein Bad nehmen)

Man sollte vor dem Id Gebet Ghusl machen. In einer Sahih Aussage in Al-Muatta wurde von Abdullah Ibn Umar berichtet, dass er bevor er zum Gebetsplatz ging gewöhnlich Ghusl machte. (Al-Muatta, 428)


Imam An-Nawawi (raHimahuLLAH) erwähnte, dass die Gelehrten sich einig sind, dass es beliebt ist, am Id Tag ein Bad (Ghusl) zu nehmen.


2-      Essen an 'Id

Es ist besser am Tage von 'Id ul-Adha bis nach dem Verrichten des 'Id-Gebetes am Morgen
nichts zu essen.
 
Buraidah berichtet: 
"Der Prophet r ging am Tage des Fastenbrechens ('Id ul-Fitr) nicht eher hinaus, bis er  etwas gegessen hatte, und am Tage des Opfers ('Id ul-Adha) aß er nichts, bis er (vom  Gebet) zurückkam." [at-Tirmidhi] 

3-   Bei Rückkehr den Weg wechseln
 
Dschabir (radiyALLAHu 'anhu) erzählte, dass der Prophet (salla ALLAHu 'aleihi wa sallam) am Festtag den Weg zur Moschee zu wechseln pflegte (indem sich sein Hinweg immer vom Rückweg unterschied). (Al-Bukhari)


4-      Die Takbiraat am Id-Tag
 
Es ist eine der größten Sunnan am 'Id Tag, aufgrund der Aussage ALLAHs:
 
Es ist Sunnah an den 'Id-Tagen Takbirat zu sprechen. Hinsichtlich des Opfer-'Ids sagt Allah (in 
der ungefähren Bedeutung): "und dass sie während einer bestimmten Anzahl von Tagen
Allahs gedenken"
 [al-Hajj (22):28]. Die Zeit für das Takbirat während des Opferfestes ist von dem 
Tag von 'Arafat (9.Dhul Hidschaa) bis zum dreizehnten des Dhul-Hidschaa. 


5-       Die Formulierung des Takbirs

Von 'Umar und Ibn Mas'ud ist  folgendes überliefert worden: 
"Allahu Akbar. Allahu Akbar. La ilaha ill Allah. Allahu Akbar.Allahu Akbar wa lillahil-
Hamd."
 
Ibn Abi Shaybah berichtete in Al-Musannaf, dass Ibn Mas’uud (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) gewöhnlich den Takbir an den Tagen des Tashriqs folgend aussprach: „Allaahu akbar, Allaahu akbar, laa ilaaha ill-Allaah, wa Allaahu akbar, Allaahu akbar wa Lillaahi’l-hamd.“ Ibn Abi Shaybah berichtete es woanders mit dem gleichen Isnaad, aber der Teil „Allahu Akbar“ wurde dreimal wiederholt.
 

6-       Einander gratulieren
 
Man kann sich an Id gegenseitig gratulieren, es gibt keine bestimmte vorgeschriebene Art.
Man kann folgendes sprechen: „Taqabbal ALLAHu minna wa minkum (Möge ALLAH (das Fasten und die Anbetung) von uns und von euch annehmen)“ oder auch andere Arten der Gratulation sind möglich.

Jubayr ibn Nufayr sagte: „Zur Zeit des Propheten (salla ALLAHu 'aleihi wa sallam) pflegten die Leute, wenn sie sich am Tag des Id trafen, zu sagen: „Taqabbal ALLAHu minna wa minka (Möge ALLAH von uns und von euch annehmen)“ (Ibn Hajar. Sein Isnad ist hasan. Fath, 2/446)

Das gegenseitige Gratulieren zu Id war auch unter den Gelehrten wie z.B. Imam Ahmad rahimahuALLAH bekannt.


 7-       Das Opfern

Man sollte anlässlich des 'Id Al Adha opfern. 

Ein Schaf ist für einen Mann und seine Familie ausreichend: Ata bin Yassar t sagte: "Ich fragte
Abu Ayyub al-Ansari t, wie das Schlachten zur Zeit des Propheten r durchgeführt wurde. Er
antwortete: 'Wahrlich, ein Mann schlachtete gewöhnlich ein Schaf für sich und seine Familie,
und sie aßen davon und speisten andere damit.'"
 [at-Tirmidhi]

Und Allah taala weiss es am Besten!